Jan 28 2015

Das Kornworld.de-Interview 2015 mit Ray Luzier

alexander

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Foto-Credit: @tonyadams83

Das Interview lief für ca. eine halbe Stunde, bevor wir unterbrochen wurden. Deshalb konnte ich nicht alle Eure Fragen stellen.
Ich bin A (Alexander) und R ist (Ray). :-) Eure Meinungen sind erwünscht! (-:

A: Wie lief die Tour mit Slipknot bisher?
R: Super! Heute haben wir unsere letzte Show mit Slipknot hier in Birmingham. Letztes Jahr tourten wir schon gemeinsam in den Staaten. Die Tour war und ist sehr speziell, da wir viele unsere Beziehungen im Musik-Business dadurch pflegen. Heutzutage Arenen als Metal-Bands spielen zu können ist der Hammer! Es ist wundervoll zu sehen, dass es noch möglich ist, Arenen auszuverkaufen. Ein fantastisches Erlebnis. Wir haben vor kurzem „Sabotage“ von den Beastie Boys gecovert. Wir sind alle Brüder von früher.

A: Ja, das Cover hat viele Leute überrascht und sprachlos gemacht.
R: Ja, viele Leute sind abgegangen und das ist toll!

A: Viele Leute haben danach gefragt, warum Ihr Slipknot in Europa nur in Großbritannien supportet. Warum nicht auch woanders?
R: Ja, weißt Du… manchmal muss man weiterziehen und sein eigenes Ding machen. Wir haben letztes Jahr SEHR viel gearbeitet. Als Slipknot uns fragten sagten sie, dass es Slipknot ohne Korn nicht geben würde und deshalb haben wir es als Ehre angesehen, sie zu supporten und die Bühne zu teilen. Jetzt wo Korn ihr 20-jähriges Jubiläum haben, werden wir das Debutalbum in voller Länge spielen und machen das das erste Mal Mitte März zusammen mit Limp Bizkit im Forum in L.A. Wir brauchen deshalb eine Pause nach diesen Konzerten und dazu werden wir an einer neuen Platte schreiben.

A: Wie ist es für Euch die „Vorband“ einer anderen Band zu sein, wenn Ihr doch selbst Giganten in der Metal- und Hard-Rock-Szene seid?
R: Haha! Das ist okay. Korn ist seit 20 Jahren ein Headliner und das war auch beim Mayhem Festival so. Wenn Slipknot dann mit einem Nr.1-Album kommen ist es okay ab und an einander zu supporten. Support zu sein hält Dich auch wach und führt dazu, dass Du nicht größenwahnsinnig wirst. Aber hey – wir waren die ersten, die sofort und gerne „Ja“ gesagt haben. Demnach überhaupt kein Problem! Wir haben ein paar Headliner-Dinge im Kommen und wenn man bedenkt, dass es Korn seit 20 Jahren gibt, die Band seit 20 Jahren tourt und ich auch die letzten 8 Jahre dabei bin und man dann sieht, wie gut es läuft, kann man sich wirklich nicht beschweren.

A: Wenn Du Dir Deine eigene Vorband aussuchen dürftest, welche wäre das?
R: Ich höre sehr viel verschiedene Musik. Wenn ich eine Band nennen sollte, dann würde ich die Deftones wählen.

A: Ja? Ich sah sie vor ein paar Jahren in Hamburg – das Konzert war der Hammer.
R: Ja, genau. Die Deftones würden gut zu uns passen vom Stil und von der Energie. Aber es gibt so viele Bands da draußen, die zu Korn passen könnten. Ich nenne es nicht Nu-Metal, Hard-Rock, Rock oder anderes. Ich nenne unseren Sound „Korn“, weil es nicht viele Bands gibt, die wie Korn klingen. Sogar Cee-Lo Green war einmal unsere Vorband – es ist einfach Musik, weißt Du.

A: Was können wir vom Konzert in Köln erwarten?
R: Wir haben momentan einen super Groove. Wir haben eine tolle Show und sind in einer super Verfassung sowohl musikalisch als auch persönlich, demnach könnt Ihr Euch auf das Konzert freuen! Wir sind fokussierter denn je. Wenn wir unsere Fans bei den Meet & Greets treffen und Leute, die sagen, dass sie uns zum 15. oder 20. Male sehen und sagen: „Wow, ihr seid echt super drauf!“, anstatt „Ihr seht aber müde aus.“, heißt das, dass wir immer noch das Feuer in uns haben. Vor den Fans kann man nichts verbergen. Sie sehen, ob wir einen schlechten Tag oder eine schlechte Tour haben. Deshalb ist es wichtig für uns, ihnen Etwas zurück zu geben. Sie sind der Grund, dass es uns gibt, deshalb geben wir immer alles!

A: Welche Lieder spielt Ihr?
R: Wir machen ein Set, wo wir Lieder von fast allen Platten mischen.

A: Warum nicht jetzt schon die Debutplatte?
R: Das machen wir ab März. Ich weiß, dass sich die Fans dieses gewünscht hätten, aber für uns war es am einfachsten, an einem Set festzuhalten.

A: Was kannst Du uns zu den Konzerten sagen, wo Ihr nur das Debutalbum spielt?
R: Wir haben die meisten Lieder geprobt und drauf, aber vor allen Dingen das Lied „Daddy“ ist speziell, da Jonathan das Lied noch nie LIVE gesungen hat. Jetzt ist aber, laut ihm, so viel Zeit vergangen, dass er das Lied wieder singen kann. Viele Leute werden überrascht sein, wenn er das Lied singt und der Text handelt von seinem Trauma und ist wirklich nicht ohne. Viele Bands spielen ihre ganzen Alben, wie z.B. Janes Addiction vor kurzem.  Korn’s Debutplatte ist wirklich speziell und als ich selbst Fan war und in der J.K. Lee Band war und das Album das erste Mal 1994 hörte, wusste ich schon, dass das Album die Musiklandschaft verändern wird und jetzt 20 Jahre später spiele ich das Album mit der Band, von der ich Fan war. Ist schon lustig!

A: Werden wir so ein Konzert auch in Deutschland erleben können?
R: Ich hoffe es, Mann! Aber das hängt, wie immer, von unseren Bookingagencies ab. Es ist von ihnen abhängig zu sehen, wo wir zu viel und zu wenig gespielt haben, aber ich hoffe sehr, dass wir auch in Deutschland unser Debutalbum spielen können.

A: Ihr tourt die gesamte Welt. In wie weit unterscheiden sich die deutschen Fans von denen in Südamerika, den Vereinigten Staaten oder anderen Orten in Europa? Kann man an dem Publikum merken, in welchem Land man sich befindet?
R: Ja, genau. Es ist wirklich unterschiedlich. Ich selbst toure seit 22 Jahren. Wenn Du in Brasilien und dann ein paar Wochen später in Schweden spielst hast Du extrem unterschiedliche „Crowds“. Ich liebe die Deutschen Fans. Deshalb lieben wir Festivals wie Rock am Ring und Rock im Park, weil die deutschen Fans so speziell sind. Es ist schwer zu erklären. Sie sind einfach anders. Wenn Du in Argentinien spielst, laufen die Leute ansatzweise Amok. Die Deutschen Fans sind vom Anfang bis Ende dabei, in den USA sind die Fans 2, 3 Lieder dabei, dann gehen sie Bier holen und dann eine rauchen. So etwas siehst Du nicht in Deutschland. Die Fans sind mehr dabei. Die campen bis zu einer Woche vor den Festivals. Wahnsinn!

A: Als wir uns das letzte Mal sprachen, fragte ich Dich, welche fünf Dinge Du mit Dir auf eine einsame Insel nehmen würdest und sagtest: „Meine Verlobte, meinen Sohn, mein Schlagzeug, meinen iPod und Schokoladenkuchen/Kaffee als eins. Hat sich diese Liste seit dem geändert?
R: Ja, meine Verlobte und ich erwarten unser 2. Kind am 21. April… demnach…

A: Glückwunsch!
R: Danke, Mann! Ich bin total stolz! Wir alle haben mittlerweile Kinder und das ist sehr schön.

A: Toll!
R: Ja, total! 

A: Wie hart ist es, wenn man auf Tour ist und seine Familie vermisst?
R: Es kann sehr hart sein! Vor allem gegen Ende einer Tour. Wenn eine Tour losgeht, ist es nicht so schlimm, weil Du Dich auf die Tour freust und gespannt bist. Es ist ein zweischneidiges Blatt: Wenn Du zu lange zuhause bist, vermisst Du das Touren und wenn Du zu lange tourst vermisst Du Deine Familie. Glücklicherweise sind unsere Familien sehr verständnisvoll und unsere Lebenspartner sind super. Es ist nicht so, als ob wir wie Soldaten für 6 Monate am Stück weg sind, aber ein paar Monate am Stück können es werden. Wir nehmen unsere Familien manchmal mit auf Tour, um dem entgegenzuwirken.

A: Auf welchen Korn-Song, den Du selbst auch geschrieben hast, bist Du am meisten stolz?
R: Ich bin sehr auf die „The Paradigm Shift“ Platte stolz. „Love & Meth“ und unsere neue Single „Hater“ sind cool. Was mein Schlagzeugspiel angeht, so bin ich stolz auf das Lied „Victimized“. Ich mag auch immer noch Korn III. Die Arbeit mit Ross Robinson war sehr speziell. Wir wollten ihn umbringen.

A: Wieso wolltet Ihr ihn umbringen?
R: Er macht vor allem Sängern und Schlagzeugern die Hölle heiß. Die meisten Produzenten unterstützen Dich. Ross macht Dich nieder und will Dich verängstigen und das dann aufnehmen. Ich war viele Jahre ein Session-Drummer und so Etwas kannte ich nicht. Heruntergemacht zu werden war mir neu. Jonathan saß dann irgendwo und weinte und ich wollte nur noch raus, bevor ich ihm an die Gurgel gehe. Ab und an ist das eine gute Methode, um das Beste aus Musikern herauszuholen, ich sehe das ein wenig anders.

A: Wie war’s dann mit Don Gilmore bei „The Paradigm Shift“?
R: Don ist total cool. Er hat unter anderem Linkin Park und Jay-Z produziert und ist bekannt dafür, einen super Gesang- und Schlagzeugsound zu machen. Viele der Lieder sind sehr persönlich für uns geworden und Don war sehr gut darin, das Beste aus uns herauszuholen.

A: Es gibt Gerüchte über ein neues Album. Was kannst Du uns darüber sagen?
R: Wir werden definitiv im Spätsommer Lieder schreiben und hoffen, dass das dann zu einer neuen Platte führt. Wir sind aber alle so produktiv. Ich bin bei Jonathans anderem Nebenprojekt an den Drums und dazu bin ich mit KXM unterwegs und wir haben noch kein Konzert gespielt, dafür läuft der Verkauf der Platte aber sehr gut. Wir hoffen, bald mit KXM touren zu können. Wir haben sogar ein Angebot für „Rock on the Range“ in den USA bekommen. Ich wurde angerufen und ich sagte dem Typen „Ich bin der Verkehrte, wenn Du Korn buchen willst.“ – „Korn? Nein, ich will KXM buchen.“ – Wirklich eine Ehre, angeboten zu bekommen, das gesamte Festival zu eröffnen. Sage Deinen Lesern, dass man unsere Platte kaufen kann und auf YouTube gibt’s viele Videos von uns.

A: Letztes Mal fragte ich Dich nach Deinen absoluten Top-5-Lieder aller Zeiten und Du sagtest Du hättest diese Frage noch nie zuvor gestellt bekommen und konntest die Frage nicht beantworten, da Du sagtest, dass so Etwas von der eigenen Stimmung und vielem mehr abhängt… jetzt aber spontan… Ray! Deine Top-5-Lieder aller Zeiten?
R: So bizarr! Lass mich nachdenken. „That’s the Way“ – Led Zeppelin. Kommt mir spontan in den Kopf. Ich habe 20.000 Lieder auf meinem iPod. Ich suche jetzt nach Liedern, die mir Etwas bedeuten. Zum Beispiel die Band Rush. So technisch wie sie nun sind sie eine super Band und erinnern mich an mich selbst. Auch ich werde Musik machen, bis ich tot umfalle. Rush mit „Red Barchetta“ ist ein weiteres Lied für die Liste. Das Lied bedeutet mir viel. Wird eine lustige Liste! Kashmir von Led Zeppelin. Man… schwer! Bevor wir den Cut kriegen.

A: Ich kann Dir meine Spontanen geben. Zum Beispiel die Four Tops mit „I can’t help myself“
R: Siehste! Genau das ist so ein Lied! Zeitlos!
A: Weiter The Who mit „Won’t get fooled again“.
R: Genau! Keith Moon Fan?
A: Keith Moon Fan! – Queen mit „Bohemian Rhapsody“ – Ich habe aber auch System Of A Down mit „Chop Suey“ und Rage Against The Machine mit „Bombtrack“ auf der spontanen Liste…
R: Ganz Deiner Meinung, Mann! „People Of The Sun“ von Rage Against The Machine muss auch auf die Liste! Aber Four Tops! Cool! Ich höre auch gerne James Brown. Du hast immer gute Laune, wenn Du so eine Musik hörst. „People = Shit“ von Slipknot. Nein, Spaß beiseite! Wie heißt das Lied von den Stones?
A: „Start me up“?
R: Nein.
A: „Satisfaction“?
R: Nein, das andere! Dieser Klassiker….
A: „She’s a rainbow“?
R: JA! GENAU!
A: Und das letzte Lied?
R: Lass mich schauen. Ich habe so viele Lieder auf meinem iPod. Jetzt schaue ich mir The Who an, nachdem Du sie nanntest. Tolle Band! Ach ne, weißt Du was? Ozzy Osbourne mit „Flying high again“. Wenn ich diese Gitarre höre, Wahnsinn. Ich habe das Lied einmal selbst gespielt. Tolles Gefühl. Eine merkwürdige Liste.
A: Nicht merkwürdig, spontan. 
R: Ja, stimmt.

A: Warum ist Dein Kit in Europa immer kleiner als in den Staaten?
R: Haha! Ja, stimmt. Für die Debutalbumshows wollen wir das Schlagzeug noch weiter runterfahren. Nur eine Base-Drum. In den Staaten habe ich ein bißchen mehr. Wir haben zwei komplette Toursets: Eines in den Staaten und eines in Hannover. Es ist zu teuer den Kram hin und her zu fliegen. Von den Versicherungen ganz zu schweigen. In den USA habe ich dieses Monster-China-Becken, das von Mr. Saw-Blade-Head designt wurde. Cooles Teil! Und so ein Ding fliegst Du nicht hin und her. Ich weiß aber nicht, warum das Kit in Europa kleiner ist. Es gibt eigentlich keinen bestimmten Grund.

A: Abschlussfrage: Auf welches Lied vom Debutalbum freust Du Dich am meisten auf der kommenden Tour?
R: Schwierig! Ich mag all die Klassiker: „Blind“, „Ball Tongue“ usw. Ich freue mich auf „Fake“! Alles an dieser Platte ist so heavy! Die Aufnahme hat eine Drummaschine bei „Helmet in the Bush“. Wir machen das LIVE jetzt aber anders. Eines meiner Lieblingslieder. „Faget“ wird auch cool. Es wird verrückt werden!

A: Wunderbar! Vielen Dank für Deine Zeit, Ray! Mach’s gut und bis zum nächsten Mal!
R: Vielen Dank, Kumpel! Alles Gute! Bis denn!


Mai 7 2014

Köln-Eindrücke \m/

alexander

Diese Nachricht wird laufend aktualisiert. :-)

Bilder gibt es hier: http://smash-mag.com/live/2014/05/korn-live-in-koeln/


Mai 6 2014

Das Kornworld.de-Interview mit Ray Luzier von Korn

alexander


Foto-Credit: http://www.rayluzier.com

Wie liefs im Probenraum?

Recht gut, wir haben 2 Festivalshows in Florida gespielt, bevor wir nach Europa geflogen sind. Wir haben unseren Europaprobenraum in Hannover und üben hier für die kommende Tour.

Was können wir vom Konzert in Köln erwarten?

Natürlich unsere Klassiker wie Blind, Here To Stay, Falling Away from Me, aber auch neue Lieder von ”The Paradigm Shift” wie zum Beispiel Spike In My Veins oder Love & Meth. Wir arbeiten auch an einer „Überraschung”. Ein richtig altes Lied, aber ich verrate jetzt nicht welches Lied, da die Leute böse werden, wenn wir das Lied dann nicht spielen. Aber wenn es klappt, werden die Leute ausflippen. Erwartet viel Energie. Wir werden wohl auch Victimized vom neuen Album spielen.

Was macht Ihr, kurz bevor Ihr auf die Bühne geht?

Dehnen, dehnen, dehnen und Aufwärmübungen. Gerade ich. Ich muss mich aufwärmen und vorbereiten, ein bißchen wie ein Athlet. Ich kann nicht rumsitzen, nichts tun und dann auf die Bühne springen und Vollgas geben. Das würde mein Körper nicht mitmachen. JD wärmt seine Stimme auf, James spielt Gitarre und Head und Fieldy essen Cheeseburger. Nein, Spaß beiseite: Wir sagen immer zueinander: „Lasst es heute ruhig angehen, wir sind müde usw.“. Aber in dem Augenblick in dem wir auf die Bühne gehen geben wir Vollgas. Wenn dann dazu noch die Reaktion des Publikums kommt, gibt man natürlich noch mehr Gas. Man kann gar nicht anders, als 110% zu geben.

Was steht auf Eurem Rider in Sachen Verpflegung?

Wie versuchen, gesund zu bleiben. Was den Rider angeht, ist das von Tour zu Tour unterschiedlich. Auf der letzten Tour mit Rob Zombie waren viele Vegetarier dabei und deshalb waren da viele Saft-Mixer. Wir touren viel und spielen in allen Zeitzonen der Welt. Das greift deinen Biorhythmus an. Deshalb musst du gesund essen. Wenn du ungesunde Sachen isst, fühlst du dich schlecht und wirst krank, demnach ist es wichtig, gutes und gesundes zu dir zu nehmen.

Was für Musik hört ihr im Tourbus?

Das ist verschieden von Bus zu Bus. Wir fahren auf dieser Tour mit 3 Bussen. JD hört fast alles von 80er-Pop bis zu Dubstep, aber er hört nie Metal in seinem Bus. Fieldys Bus hat auf fast alles von Hip-Pop bis zu Led Zeppelin. Ich selbst bin im Bus mit James und wir hören viele Bands, die wir selbst mögen wie zum Beispiel Nine Inch Nails, Gojira oder Crosses. Ich höre auch Fusion und viel Funk, vor allem älteren Funk wie z.B. James Brown. Die Platten heutzutage sind viel zu übermixt und die Ehrlichkeit von damals ist verlorgen gegangen.

Was verbindest du mit Deutschland?

Wir verbringen wohl in keinem anderen Land so viel Zeit wie Deutschland. Nur in den USA sind wir öfter. Das hängt damit zusammen, dass unser Tourmanagement in Hannover ansässig ist und weil wir auch dort einen Probenraum haben. Ich verbinde vor allem leckeres und gutes Essen mit Deutschland. Die lokale Küche ist super. Viele Länder haben nicht so eine gute Küche, Deutschland ist da aber sehr vielseitig. Ich habe mich zum Beispiel auf die Spargelsaison, die jetzt ist, gefreut. Die letzten beiden Tage haben wir nur Spargel, Soße, Kartoffeln und Schinken gegessen. Lecker! Die Deutschen ähneln in ihrer Kultur uns Amerikanern. Ich bin immer wieder darüber positiv überrascht, wie gut die Leute Englisch sprechen. Ich fühle mich dann immer dumm, weil ich kein Deutsch kann. Ich will nämlich kein unhöflicher Amerikaner sein, der immer erwartet, dass alle Welt Englisch kann. Ich versuche immer das Land zu ehren und zu respektieren in dem ich bin. Deshalb kaufe ich lokale Sachen, esse das Essen vor Ort usw. Kaufe lokalen Kaffee und gehe eben NICHT zu Starbucks.
Wir fühlen uns in Deutschland zuhause. Auch weil unser Tourmanager und Soundmann Deutsche sind.

Gibt es Nachrichten in Bezug darauf, wann ihr wieder nach Deutschland kommt? James sagte etwas von August.

Ganz ehrlich: Ich weiß es nicht. Es wurde vom Herbst geredet, aber ich kann dir nichts Konkretes sagen.

Warum spielt ihr nur ein Konzert in Deutschland?

Das ist wirklich ein wenig merkwürdig. Zuallererst: Wir als Band haben keinerlei Einfluss darauf, wann und wo wir spielen. Das überlassen wir dem Management und den verschiedenen Bookingagenturen. Es geht aber letztendlich immer darum, wo der größte Markt ist und dass man es mit den Besuchen auch nicht übertreiben darf. Die Leute müssen ja Zeit, Lust und Geld übrig haben, um uns zu sehen und dann darf die Region auch nicht ‚übersättigt‘ sein nach dem Motto, dass zum Beispiel Slipknot, Rob Zombie und dann wir in derselben Region innerhalb von 3 Wochen spielen.

Wenn du LIVE spielst, ist das für dich wie ein Tag im Büro, oder was bedeutet es für dich, LIVE zu spielen?

Es ist cool. Ich fühle mich glücklich und bin dafür dankbar, mit Musik meinen Lebensunterhalt verdienen zu dürfen. Ich nehme es nie als Gegeben hin. Live zu spielen, ist keine Arbeit für mich. Das ist der schöne Teil. Arbeit ist genau jetzt wo wir miteinander telefonieren, wenn wir reisen, mit dem Jet-lag kämpfen usw. DAS ist Arbeit. Aber auf der Bühne zu sein, ist ganz bestimmt nicht wie ein Tag im Büro. Für einige Bands wird es das, das kann man sehen. Diese Bands wollen nur den Gehaltscheck bekommen und dann weiter. Aber so Etwas fühlen die Fans. Die Fans sehen sofort, ob eine Band es liebt, live zu spielen, oder ob das Konzert so schnell wie möglich über die Bühne gehen soll. So ist Korn auf keinen Fall. Wir geben immer 110%, egal ob wir müde oder krank sind, weil wir wissen, dass die Leute gutes Geld bezahlt haben und da ist es das Mindeste, alles zu geben.

Zum Abschluss noch eine lustige Frage:
Wenn Du auf eine einsame Insel kämest und 5 Dinge mitnehmen dürftest, was würdest du mitnehmen?

Meinen Sohn, meine Verlobte, hmm…. Ich würde wohl ohne ein Schlagzeug sterben, also mein Schlagzeug und meinen iPod und … boah das ist schwer! Ich würde wohl auch ohne Schokolade und Kaffee sterben. Die beiden letzten gelten als ein Ding.

Super! Danke für Deine Zeit und wir sehen uns in Kopenhagen!

Danke auch und bis dann!

Das Interview wurde von Alexander Hemstedt geführt, aufgezeichnet, transkribiert, übersetzt und niedergeschrieben.

Mehr Informationen:
http://www.korn.com
http://www.rayluzier.com
http://www.facebook.com/KXMofficial
http://www.facebook.com/Kornworldde


Mai 6 2014

Live-Videos und Setliste der Europatour – 1

alexander

Das Interview mit Ray kommt bald.

Hier die Setliste aus London – Bonusinfo: Das Konzert wurde angeblich für eine DVD gefilmt.

Falling Away from Me
Twist
Got the Life
Love & Meth
Narcissistic Cannibal
Dead Bodies Everywhere
Spike in My Veins
Get Up!
Did My Time
Shoots and Ladders / Somebody Someone
Coming Undone
Here to Stay
Never Never
Freak on a Leash

Zugaben:
Molested Intro
Clown
Helmet in the Bush
Blind

Eure Meinungen zur Setliste?


Feb 7 2014

Spike In My Veins Video

alexander

Eure Meinungen?


Jan 15 2014

Korn spielen am 6. Mai in Köln

alexander

http://www.mlk.com/korn/1958-live_2014

Weitere Infos bei Facebook und unter LIVE.


Nov 14 2013

Neue Tourvideos

alexander

Rob Zombie mit Munky und Head:

Extrem-Fan Traci:

Korn zum 1. Mal in China:


Okt 24 2013

Korn in Argentinien

alexander


Okt 18 2013

Das Love & Meth – Video

alexander

Eure Meinungen?


Okt 17 2013

Die Chartplatzierungen von The Paradigm Shift

alexander

DE: 7
USA: 8
AUS: 7
ÖS: 7
FIN: 22
NL: 38
NZ: 22
GB: 16